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Reparieren statt neu kaufen

Der Fernseher eine Nummer größer, die Kaffeemaschine in Edelstahl statt Plastik: Die Bundesbürger kaufen nach Studien in immer kürzeren Abständen neue Elektrogeräte. Viele Altgeräte landen im Müll, obwohl sie noch funktionieren. "Spätestens wenn das alte Handy von anderen als Telefonzelle verspottet wird, sucht man sich ein neues", klagt Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamts. Die Behörde hat der Verschwendung den Kampf angesagt und lässt auch untersuchen, ob Hersteller Geräte bewusst so bauen, dass sie zeitig kaputtgehen.

Rainer Grießhammer, Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts, sekundiert: "Was wir nicht wollen, sind Drucker mit eingebautem Todesdatum." Für den geplanten Produkttod hat die Stiftung Warentest bisher jedoch keinen Beweis finden können, wie Vorstand Hubert Primus sagt. Die Warentester stört mehr, wenn Verbraucher Geräte nicht mehr nutzen können, weil Software vom Druckertreiber bis zum Betriebssystem nicht mehr aktualisiert wird. Wenn es nach wenigen Jahren keine Ersatzteile gibt. Oder wenn Smartphones und Tablets verklebt werden statt verschraubt - Reparatur ausgeschlossen. Oft lohne sich die Reparatur aber nicht, räumt Primus ein. Fernseher etwa würden in Ländern wie China billig hergestellt, repariert werden müssten sie teuer in Deutschland. Selbst schuld ist aus Primus' Sicht aber, wer zu Billigware greift. "Wer für einen Staubsauger weniger als 80 Euro ausgibt, wird ein Gerät bekommen, das schneller in die Knie geht." Bei Waschmaschinen liege die Grenze etwa bei 500 Euro.

 

Das Umweltbundesamt will nun mit einer einheitlichen, gesetzlichen Mindestlebensdauer-Kennzeichnung erreichen, dass Geräte länger halten und länger in Gebrauch bleiben. Solche Angaben gibt es bisher nur in Ansätzen: Notebook-Hersteller etwa müssen angeben, wie oft sich der Akku mindestens aufladen lässt. Leuchtmittelhersteller geben Betriebsstunden an. Meistens gelte, je langlebiger, desto umweltfreundlicher, meint das Umweltbundesamt. Auch wenn die Werbung verspreche, dass die neueste Waschmaschine noch mehr Strom spare. In den vergangenen Jahren habe es da keine großen Fortschritte mehr gegeben. Außerdem blende Reklame die Öko-Bilanz bei der Herstellung ebenso aus wie den Verlust von Rohstoffen beim Recycling des Altgeräts.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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